Vierlinden-Quartier I Lindau (DE) - Nachnutzung ehem. Cofelyareal

Die Entwicklung eines Quartiers ist ein aufwändiges Unterfangen: Von der Prüfung des Grundstücks über die städtebauliche und architektonische Planung, das Behördenverfahren zur Aufstellung und Baubewilligung bis hin zur Realisierung des Bauvorhabens.

Dafür braucht es eine umfassende Expertise, einen langen Atem und viel Leidenschaft. Gerne nehmen wir Sie mit auf den Weg.

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den Meilensteinen dieses Projekts.

Vierlinden-Quartier I Lindau (DE) - ehem. Cofelyareal

Vierlinden-Quartier I Lindau (DE) - ehem. Cofelyareal

Stationen der Projektentwicklung

August 2019: Temporäre Nutzung als Parkfläche 
Unter dem Motto „Natur in der Stadt“ wird in Lindau im Jahr 2021 auf der sogenannten Westlichen Insel die Landesgartenschau ausgerichtet. Bis Jahresende 2019 müssen deshalb 500 Ersatzparkplätze für den Seeparkplatz gefunden werden, da diese Fläche für die Landesgartenschau benötigt wird. Neben anderen Flächen entstehen auf dem Vierlinden-Quartier deshalb 285 Stellplätze. Im Frühjahr 2020 wird die Stadt eine Fahrbahn asphaltieren, die Stellplätze kiesen und eine entsprechende Beleuchtung und Beschilderung aufstellen. Dies wird die Entwicklung des Vierlinden-Quartiers jedoch nicht beeinflussen.

April 2019: Simulation Verkehrsaufkommen 
Nachdem im Dezember 2018 die Beschlussfassung für die Bebauung nicht gelungen ist, stimmten im zweiten Anlauf Ende Mai d.J. die Lindauer Stadträte mit großer Mehrheit (25:3 Stimmen) der Bebauung zu. Eine detaillierte Simulation zeigte deutlich, dass eine Ampellösung das Verkehrsaufkommen am besten regelt. Die Zweifel und Einwände der Stadträte an der Verkehrsplanung konnten durch die im Nachhinein stattgefundenen Simulationen, die auf ausdrücklichen Wunsch des Staatlichen Bauamtes Kempten und der Regierung von Schwaben verlangt wurden, ausgeräumt werden.

Dezember 2018: Ablehnung Aufstellungsbeschluss durch Lindauer Stadtrat
Als Meilenstein in der Projektentwicklung gilt der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Dieser Antrag wurde in der Stadtratssitzung mit 16:15 Stimmen abgelehnt. Der Grund hierfür war nicht der städtebauliche Entwurf, sondern die Lösung für die künftige Zufahrt zum Lindaupark. Die von unabhängigen Verkehrsexperten vorgeschlagene Ampellösung fand im Stadtrat keine Mehrheit. Und das obwohl mehrere Gutachten diese Lösung für alle Verkehrsteilnehmer (Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer) als die bessere Lösung darstellten. Um die künftige Verkehrssituation noch besser sichtbar zu machen, werden nun Verkehrsexperten in den nächsten Monaten Simulationen in Abstimmung mit dem Lindaupark und dem staatlichen Bauamt Kempten erarbeiten. Die Ergebnisse werden dem Stadtrat im Frühjahr präsentiert.

Dezember 2018: Erweiterung Lindaupark
Die Regierung von Schwaben hat entschieden, dass der Lindaupark umbauen und seine Verkaufsflächen deutlich vergrößern darf. Zuvor muss die Stadt aber durch eine Komplettplanung den flüssigen Verkehr am Berliner Platz sicherstellen. Der Lindaupark wird um ca. 5.000 m² Verkaufsfläche erweitert. Zudem entsteht eine neue Parkplatzregelung. So wird der Lindaupark künftig auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Vierlinden-Quartiers ein attraktives Einkaufserlebnis bieten können.

Februar 2018 - Stadt und i+R einigen sich über Cofely-Grundstück
Die Stadt Lindau und i+R haben sich über die Rahmenbedingungen geeinigt, zu denen das frühere Cofely-Areal bebaut werden darf. In einem Vertrag haben beide die Regeln der Sozialgerechten Bodennutzung (Sobon) festgelegt. i+R ist der erste Bauträger, der in Lindau nach den Regeln der Sobon bauen wird. Es sollen ca. 134 geförderte Wohnungen entstehen, die dann als Sozialwohnungen von der GWG Lindau vermietet werden. Diese Wohnungen stehen Menschen mit geringem Haushaltseinkommen zur Verfügung. Während i+R weiter an Detailplanungen des Wohnquartiers arbeitet, startet die Stadt Vorarbeiten für den Genehmigungsprozess.

Januar 2017: Öffentliche Ausstellung und Namensgebung
Gemeinsam mit der Stadt Lindau und Juroren des städtebaulichen Wettbewerbs stellte i+R die Bebauungsvorschläge samt Siegerentwurf anhand von Modellen und erläuterten Plänen in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vor. Das Interesse war groß: Mehr als 250 Interessierte besuchten die Ausstellung der Wettbewerbseinreichungen für das ehemalige Fabrikareal. 
Zeitgleich wurde der neue Name des Großprojekts auf dem 33.000 Quadratmeter großen Gelände der früheren Cofely-Fabrik an der Kemptener Straße präsentiert: aus dem ehemaligen Cofely-Areal wurde das Vierlinden-Quartier.

September 2016: Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs steht fest
Ein erster wichtiger Schritt ist getan: Der von i+R Dietrich Wohnbau im Frühjahr 2016 ausgelobte städtebauliche Wettbewerb zur Nachnutzung des ehemaligen Cofely-Areals hat einen Gewinner. Die namhafte Jury entschied sich einstimmig für den Entwurf der ARGE Hammer Pfeiffer Architekten und Gerhard Feuerstein Architekt aus Lindau.

Insgesamt neun renommierte Architekturbüros aus Deutschland und Österreich haben am anonym durchgeführten Wettbewerb teilgenommen. Acht davon reichten ihre Vorschläge schließlich ein.
Die Ausschreibungskriterien hätten alle Einreichenden im Wesentlichen erfüllt, so das Urteil der hochkarätigen Jury, die aus Architekten, Stadtplanern, Preisrichtern und Stadträten bestand.
Gemäß den Wettbewerbsvorgaben sieht das Siegerkonzept einen Mix aus Eigentumswohnungen und leistbarem Wohnraum sowie Flächen für Dienstleistung, Gewerbe und eine Kinderbetreuungseinrichtung vor. Ein großzügiges Freiraumkonzept mit Durchwegung ist ebenso geplant wie die Anbindung an das Naherholungsgebiet „Grünzug Ach“. Oberirdisch bleibt das Quartier autofrei, mit der Möglichkeit, von außen in eine Tiefgarage einzufahren. Als weitere Wettbewerbsauflage berücksichtigten die Architekten eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität des Bauprojekts einschließlich des möglichen Erweiterungspotenzials des Lindauparks. 

Projektbeschreibung

Insgesamt sind auf dem Vierlinden-Quartier rund 400 Wohnungen mit einem bis vier Zimmern geplant, alle mit Loggien bzw. Gärten in den EG-Wohnungen. Circa ein Drittel der Wohnungen werden von der Stadt Lindau als geförderte Mietwohnungen genutzt. Eine Kindertagesstätte soll direkt im Quartier Kinderbetreuungsplätze bieten. Im Gebäude an der Kemptener Straße wird es im Erdgeschoss Geschäftsflächen geben, in den Obergeschossen neben Wohnungen auch Büros.

Über die zentrale Tiefgarage haben die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner direkten Zugang zu den Wohnhäusern. Das Quartier bleibt oberirdisch autofrei. Das Freiraumkonzept sieht die Anbindung an den Grünzug Ach vor, bietet großzügige Grünflächen, Privat- und Gemeinschaftsgärten sowie ausreichend Platz für Spielflächen.

Wie bereits bekannt, erfolgt mit der Realisierung des Vierlinden-Quartiers auch die Erweiterung des angrenzenden Lindauparks. Mit ca. 5.000 m² zusätzlicher Verkaufsfläche und einer neuen Parkplatzregelung wird er künftig auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Vierlinden-Quartiers fußläufig ein noch attraktives Einkaufserlebnis bieten.

Projektdaten

  • Grundstücksfläche: 33.000 m² in zentraler Lage 
  • Projektentwicklung und Bauträger: i+R Wohnbau Lindau GmbH 
  • Städtebaulicher Wettbewerb und Jurierung: April 2016 
  • Jurierung der acht Einreichungen: September 2016 
  • Siegerentwurf: ARGE Feuerstein Hammer Pfeiffer Partnerschaftsgesellschaft mbB, Lindau
  • Nutzungen: Eigentums- und Mietwohnungen, Gewerbeflächen, Kinderbetreuungseinrichtung 
  • Konzept: 14 Gebäude unterschiedlicher Höhe (drei – und achtgeschossig) in drei Wohnhöfen um einen zentralen Quartiersplatz, Tiefgarage, oberirdisch autofrei, hochwertiges Freiraumkonzept mir Grünflächen, Gärten und Spielplatz, Anbindung Grünzug Ach 

Presseaussendungen

Presseinformation 01/2017: Nachbericht öffentliche Ausstellung Architekturwettbewerb Presseinformation 01/2017: Cofely-Areal wird VierLinden-Quartier Presseinformation 01/2017: Öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe Presseinformation 09/2016: Nachnutzung Cofely-Areal - Sieger Architekturwettbewerb
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