Martinshöfe I Weingarten (D) - i+R Gruppe GmbH

Martinshöfe I Weingarten (D)

Neben dem Marktplatz mit direkter Blickbeziehung zur Basilika entsteht in den nächsten Jahren ein Quartier, das Leben, Wohnen und Arbeiten miteinander verbindet - Geschäfte, Büroflächen, Gastronomie, Eigentums- und Mietwohnungen sowie innovativer Wohnraum für Senioren. Das Quartier „Martinshöfe“ soll ein Treffpunkt im Herzen von Weingarten sein.

Martinshöfe I Weingarten (D) - ehem. Schuler Areal (Foto: Arno Roth)

In Zusammenarbeit mit der Stadt Weingarten wurden die Rahmenbedingungen für die Neu-Entwicklung des südlichen Schuler-Areals geschaffen. Dabei wurden auch die Bedürfnisse der Bürger und des regionalen und lokalen Handwerks berücksichtigt. Den städtebaulichen Realisierungswettbewerb, auf dessen Basis die weitere Entwicklung des Quartiers erfolgt, konnte das Architekturbüro Ackermann + Raff aus Stuttgart für sich entscheiden.

Stationen der Projektentwicklung

Juli 2020: Die Martinshöfe entwickeln sich
Für manchen Betrachter der Baustelle am ehemaligen Schuler-Areal Süd mag es den Anschein haben, dass sich beim Projekt Martinshöfe nichts tut. Doch das täuscht.

Die sichtbaren Abbrucharbeiten konnten noch vor den Beschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie abgeschlossen werden. Weniger sichtbar, aber nicht weniger intensiv wurde in den vergangenen Wochen aber auch am Bebauungsplanverfahren weiter gearbeitet. Eine Klausurtagung soll im Oktober die Konzepte für Mobilität, Energie, Fassaden und Außenanlagen zu einem Abschluss bringen. Der Billigungs- und Auslegungsbeschluss ist für November 2020 geplant. Danach können interessierte Bürger bis Ende des Jahres im Offenlegungsverfahren Stellung beziehen.Währenddessen erfolgt die Ausschreibung für die unterirdischen Abbrucharbeiten, die im nächsten Jahr wieder Bewegung auf die Baustelle bringen.

In Sachen Nutzung der gewerblichen Flächen soll in den nächsten Monaten eine Bedarfsanalyse in Weingarten und Umgebung zeigen, für welche Geschäftsbereiche (Gastronomie, Gewerbeflächen, Handelsflächen, etc.) Nachfrage besteht. Die Ergebnisse werden in die Entwicklung der Raumkonzepte aufgenommen. Interessierte können sich bereits jetzt per Mail unter wohnbaulindau@ir-gruppe.com melden.

Januar 2020: Abbrucharbeiten laufen wie geplant
Nach der Übernahme des Schuler-Areals Süd im August 2019 von den ehemaligen Besitzern, dem Pressenhersteller Schuler, sind nun die Abbucharbeiten in vollem Gange. Auch wenn es manchen Zuschauern als großes Trümmerfeld erscheinen mag, diese fundamentalen Arbeiten erfolgen nach einem exakten Schema.

Um eine saubere Trennung und Verwertung der verschiedenen Baumaterialien sicherzustellen, wurden im Herbst die Hallen entkernt. Dabei werden alle Bauteile einzeln zurückgebaut – vom Boden, über die Wände bis hin zum Dach. Einzeln verpackt stehen sie auf dem Gelände und warten auf den Abtransport. Ob Asbest in den Decken und Wänden oder kontaminierte Bodenplatten (immerhin wurde hier über mehr als ein Jahrhundert im großen Stil industriell gearbeitet): Die Verpackung sorgt dafür, dass aufgefundene Schadstoffe nicht frei herumliegen.

Nach der Entkernung kommen dann die großen Geräte zum Einsatz: Haushohe Bagger machen sich an den Rückbau der bis zu 22 Meter hohen Produktionshallen bevor es an die unterirdischen Bauteile geht. Projektentwicklerin Maria Wechsel von i+R Wohnbau Lindau zeichnet ein Bild, von dem, was hier die Abbruch-Profis erwartet: „Da sind sicher Betonklötze so groß wie ein Einfamilienhaus als Fundament für das schwere Gerät der ehemaligen Maschinenfabrik in der Erde versenkt.“ Die Abbrucharbeiten sollen Mitte 2020 abgeschlossen sein.

Oktober 2019: Übernahme des Quartiers und Bauplanverfahren
Mit der Übernahme des ersten Teils des Schuler-Areals Süd per 30. August 2019 starten nun auch sichtbar die Arbeiten für das neue Quartier im Zentrum von Weingarten. Noch in diesen Tagen beginnen die Entkernungsarbeiten bei den bestehenden Gebäuden. „Die sukzessive Entkernung der Gebäude garantiert eine saubere Trennung und Entsorgung der Materialien. Erst danach werden die Gebäudehüllen abgerissen“, erklärt Projektentwicklerin Maria Wechsel die Vorgehensweise.

Aus dem städtebaulichen Realisierungswettbewerb ging im Juli 2018 das Büro Ackermann + Raff Architekten aus Stuttgart als Wettbewerbssieger hervor.

Nun gehe es darum, die detaillierte Gestaltung des Areals sowie der Gebäude auszuarbeiten. „Unter Vorgabe der Nutzung und Parameter, wie zum Beispiel der Geschosshöhe, haben wir mehrere Architekturbüros zu einem Architekturwettbewerb eingeladen. Damit möchten wir eine architektonische Vielfalt erzielen“, schildert der Leiter der Projektentwicklung bei i+R Wohnbau Lindau, Andreas Deuring.

Die Planungs- und Angebotsverfahren für die Gebäude an der Schussenstraße (Baufelder C, D und E) laufen seit ein paar Monaten. Bis Ende dieses Jahres werden konkrete Entwürfe für die Bebauung an der Schussenstraße vorliegen. Während der Abbruch startet, arbeiten die Projektentwickler und Baubehörden intensiv an der Erstellung des Bebauungsplans.

Mit dem Aufstellungsbeschluss im Mai 2019 habe das B-Planverfahren begonnen. Parallel dazu würden sich die Architekten von Ackermann + Raff mit der Vorplanung der Bebauung auf den Baufeldern A und B sowie F und G beschäftigen.

Mai 2019: Das Schuler-Areal Süd hat einen Namen: Martinshöfe
Mitte März lud der Projektentwickler i+R Wohnbau Lindau die Bevölkerung Weingartens zur Ideensammlung für die Benennung des neuen Stadtquartiers ein. Auf den Aufruf im Amtsblatt gingen an die einhundert Rückmeldungen mit mehr als 200 Namensnennungen ein. Viele der Vorschläge bezogen sich auf den Begriff "Martin".

"Die Anzahl und Vielfalt der Vorschläge hat uns überrascht", freut sich Projektentwicklerin Maria Wechsel von i+R Wohnbau Lindau. Von naheliegenden Begriffen wie Basilika, Altdorf oder Welfen bis hin zu ausgefallenen Variationen wie beispielsweise Schatz-Insel, Beim alten Bähnle oder Maschinen-Viertel reichten die Vorschläge.

"Die meisten Vorschläge bezogen sich aber auf den Begriff Martin", erläutert Maria Wechsel weiter. Nach interner Bewertung steht nun der neue Quartiersnamen für das Schuler-Areal fest: Martinshöfe. Maria Wechsel begründet die Entscheidung: "So können wir dem Wunsch vieler Einsender entsprechend den Bezug zum Martinsberg schaffen, an dessen Fuß sich das neue Wohnquartier befindet. Andererseits können wir einen Aspekt aus dem städtebaulichen Entwurf sichtbar machen. Die Bebauung sieht vier Höfe vor, um die sich die Wohnhäuser gruppieren werden."

Aus allen Einsendern wurde ein Gewinner gezogen, der einen Gutschein für die Bregenzer Festspiele 2019 erhält.

Oktober 2018: Siegerprojekt des Schuler-Areals Süd wurde ausgestellt
Rund 500 Besucher machten sich bei der Wettbewerbs-Ausstellung am Dienstag, 23.10.2018 ein Bild von der Nachnutzung des 36.600 Quadratmeter großen Schuler-Areals Süd. Der Projektentwickler i+R Wohnbau Lindau zeigte neben dem Siegerprojekt von Ackermann + Raff Architekten auch Modelle und Pläne aller eingereichten Entwürfe und informierte über die weitere Entwicklung des Bebauungskonzepts.

Insgesamt rund 40 Gemeinde- und Medienvertreter sowie interessierte Weingartener nutzten die Gelegenheit, die Bebauungspläne für das Schuler-Areal Süd im Rahmen einer Ausstellung zu begutachten. Die i+R Wohnbau Lindau präsentierte nicht nur sämtliche Einreichungen, sondern informierte die Besucher auch über den aktuellen Stand des Projekts. Rede und Antwort standen zudem Oberbürgermeister Markus Ewald sowie die Architekten des Wettbewerbs-Siegers Ackermann + Raff Architekten aus Stuttgart.

Verbesserungen im Sinne der Nachhaltigkeit
Der Siegerentwurf sieht für das zentral gelegene Grundstück eine gemischte Nutzung für Wohnen, Einzelhandel, Büros, Dienstleistungen und Gastronomie vor. Seit der Jurierung im August wurde er mittlerweile weiter verbessert: etwa bei den Schallschutz-Maßnahmen und den Zufahrten zu den Tiefgaragen, um die Verkehrssituation in der Bomsgasse zu entschärfen. Auf den Dächern sind Gärten und Photovoltaikanlagen vorgesehen.

Großzügige Gestaltung
Zur Belebung des neuen Zentrums werden zudem die Handelsflächen platzsparender in Verlängerung des Münsterplatzes an der Heinrich-Schatz-Straße angeordnet. „Die Entwicklung des Platzraumes gegenüber dem Münsterplatz bedeutet eine Aufwertung der aktuell städtebaulichen Situation und bindet den Münsterplatz im neuen Quartier ein“, informierte Alexander Stuchly, Geschäftsführer i+R Wohnbau Lindau.

Das behördliche Bebauungsplanverfahren wird im kommenden Jahr angestrebt. Die Vorbereitungen für den Abbruch sollen ab Sommer 2019 starten.

August 2018: Siegerprojekt für Quartiersentwicklung am Schuler-Areal Süd steht fest
Auf dem mehr als 36.600 Quadratmeter großen Schuler-Areal Süd im Herzen von Weingarten entsteht in den kommenden Jahren neuer Wohn- und Lebensraum, der lebendig, urban, hochwertig und nachhaltig sein soll.

i+R Wohnbau Lindau lud auf Basis der Anforderungen von Stadt und Bürgern zum städtebaulichen Wettbewerb für die Nachnutzung des Industriegeländes. Diesen konnte das Stuttgarter Büro Ackermann + Raff für sich entscheiden. Insgesamt reichen neun Planungsbüros ihre Entwürfe zum Wettbewerb ein. Das Siegerprojekt von Ackermann + Raff sieht für das im Zentrum von Weingarten liegende Schuler-Areal Süd eine gemischte Nutzung für Wohnen, Einzelhandel, Büros, Dienstleistungen und Gastronomie vor.
Die Entscheidung der 17-köpfigen Jury unter dem Vorsitzenden Dipl. Arch. Werner Binotto, Kantonsbaumeister St. Gallen, fiel einstimmig. Als Fachpreisrichter, Sachpreisrichter und Berater waren die Stadt Weingarten, die Projektentwickler und Parteien vertreten. Grundlage des Wettbewerbs war unter anderem das Strukturkonzept der Stadt, in das die Ergebnisse von Bürgerworkshops, Inforunden und des Gemeinderats eingeflossen sind.

Der Termin für die öffentliche Ausstellung aller eingereichten Entwürfe im Herbst 2018 wird frühzeitig bekanntgegeben. Noch im Herbst wird das Projekt für das Behördenverfahren eingereicht.

Projektbeschreibung

Das Quartier soll aus einem Mix aus Einzelhandel, Geschäftsflächen, Eigentums-, Mietwohnungen und innovativem Wohnraum für Senioren bestehen. Die Wege im Quartier bleiben autofrei – so können sich Fußgänger und Radfahrer frei bewegen. Eine große Tiefgarage bietet nicht nur Platz für die Bewohner und Besucher, sondern ist auch öffentlich nutzbar.

Inmitten des Quartiers wird ein 3500 Quadratmeter großer Park entstehen. Hohe Bäume sollen Schatten spenden und Bänke zum Verweilen einladen. Das Quartier gliedert sich in 5 sogenannte Cluster, die jeweils einen eigenen begrünten Innenhof mit einem Spielplatz erhalten.

Gewerbeflächen (Einzelhandel, Büro) sind entlang der Heinrich-Schatz-Straße konzentriert. Arkaden laden hier zum Einkaufsbummel ein.

Projektdaten

Factbox Martinshöfe Weingarten (Nachnutzung Schuler-Areal Süd)

  • Projektentwicklung und Realisierung: i+R Wohnbau Lindau GmbH
  • Fläche: 36.600m²
  • Städtebaulicher Realisierungswettbewerb: 
    Auslobung im März 2018, Jurierung im Juli 2018
  • Siegerprojekt: Ackermann + Raff GmbH & Co. KG, Stuttgart
  • Nutzung: ca. 520 Wohnungen, 8.000 - 10.000 m² Gewerbefläche, 750 Stellplätze in der Tiefgarage

Angestrebter Zeitplan

  • Bebauungsplanverfahren: Mitte 2019 - Mitte 2020
  • Abbrucharbeiten: ab 4. Quartal 2019
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