Vierlinden-Quartier I Lindau (D) - Nachnutzung ehem. Cofelyareal

Die Entwicklung eines Quartiers ist ein aufwändiges Unterfangen: Von der Prüfung des Grundstücks über die städtebauliche und architektonische Planung, das Bebauungsplanverfahren und Baugenehmigung bis hin zur Realisierung des Bauvorhabens.

Dafür braucht es eine umfassende Expertise, einen langen Atem und viel Leidenschaft. Gerne nehmen wir Sie mit auf den Weg.

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den Meilensteinen dieses Projekts.

Vierlinden-Quartier in Lindau

Projektbeschreibung

In begehrter Lage von Lindau-Reutin, direkt am Naherholungsgebiet Grünzug Ach und nur wenige Gehminuten vom Bodensee entfernt, entsteht dieses lebendige Quartier, das von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) im Gold-Standard vorzertifiziert wurde.

Das Vierlinden-Quartier zeichnet sich nicht nur durch hochwertige und komfortable Eigentumswohnungen aus, die alle mit überdachten Terrassen oder Loggien ausgestattet sind, sondern vor allem durch großzügige Grün- und Freiflächen mit einem Abenteuerspielplatz, einem Quartiersplatz und einem Boulevard. Die Nähe zu verschiedenen Annehmlichkeiten wie Nahversorgern, Kindertagesstätten und Schulen sowie der direkte Zugang zu Naherholungsgebieten, Radwegen und öffentlichen Verkehrsmitteln vor der Haustür machen dieses Quartier besonders attraktiv.

Insgesamt sind rund 350 Wohnungen im Vierlinden-Quartier geplant, wovon etwa ein Drittel als geförderte Mietwohnungen genutzt werden. In einem der Gebäude entlang der Kemptener Straße sind im Erdgeschoss Gewerbeflächen vorgesehen, während sich in den oberen Geschossen Wohnungen und Büros befinden werden. Zudem wird eine Kindertagesstätte mit etwa 80 Kinderbetreuungsplätzen direkt im Quartier eingerichtet.

Eine smarte Quartiers-App dient allen Bewohner:innen als Schwarzes Brett, liefert Antworten zu häufig gestellten Fragen, informiert über eingegangene Pakete in den Paketboxen, beschleunigt und vereinfacht Schadensmeldungen und ermöglicht unkomplizierte Kontaktaufnahme zur Hausverwaltung.

Das Quartier wird über eine zentrale Tiefgarage erschlossen, sodass die künftigen Bewohner:innen direkten Zugang zu den Wohnhäusern haben. Dies ermöglicht eine weitgehend autofreie Gestaltung des Quartiers, wodurch der grüne Charakter bewahrt bleibt. Die gesamte Planung des Quartiers folgt dem Grundsatz der Nachhaltigkeit - angefangen beim verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zur Verwendung umweltverträglicher und zertifizierter Baustoffe sowie einem innovativen Energie- und Mobilitätskonzept. 

Projektdaten

  • Quartier mit 13 Baukörpern und großzügigem Freiraumkonzept 
  • In zentraler Lage am Berliner Platz in Lindau-Reutin mit bester Infrastruktur und Verkehrsanbindung 
  • Oberirdisch autofreies Quartier mit angrenzendem Bereich für Besucherparkplätze 
  • Attraktive Eigentums- und Mietwohnungen mit 1 - 4 Zimmern 
  • DGNB-Zertifizierung: ein Nachweis für mehr Nachhaltigkeit im Bauen 
  • BEG 55 EE-Standard: Geothermie, Photovoltaik 
  • Architektur: Feuerstein Hammer Pfeiffer, Lindau 
  • Landschaftsarchitektur: HinnenthalSchaar, München

Stationen der Projektentwicklung

Februar 2024: Vierlinden-Quartier wird von der DGNB mit dem Vorzertifikat in Gold ausgezeichnet

Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) zeichnet mit dem Vierlinden-Quartier erstmals ein Quartier in Lindau aus. Das Vorzertifikat bestätigt, dass das Quartier technisch, ökologisch, ökonomisch und funktional Maßstäbe setzt und den künftigen Bewohner:innen viel Komfort, geringere Nebenkosten und einen höheren Marktwert bietet. Neben dem Vierlinden-Quartier zeichnete die DGNB auch das von uns entwickelte Quartier Bücklepark in Konstanz mit dem Gold-Label aus.

Die ökologische Qualität des Vierlinden-Quartiers erreichte Bestnoten: Es wird zur Gänze geothermisch mit Wärme versorgt – auch zu Verbrauchsspitzen. Die Stromgewinnung erfolgt über PV-Anlagen. Mehr als die Hälfte der ehemaligen 33.000 Quadratmeter großen Industriebrache wird in Grünraum umgewandelt. Dem Quartier wurde eine hohe Wirtschaftlichkeit bescheinigt, die sich u. a. in niedrigen Nebenkosten und langfristig höherem Marktwert zeigt.

Gepunktet hat das Vierlinden-Quartier auch mit dem architektonischen sowie dem städtebaulichen Konzept, das eine soziale und funktionale Durchmischung vorsieht. Eine Kita, Handel, Praxen und Gastronomie ergänzen das Wohnangebot. Die Menschen werden vom angenehmen Mikroklima, geringen Emissionen, Barrierefreiheit  geringen Betriebskosten und der hervorragenden Lage profitieren.
 

Die DGNB ist ein unabhängiger Non-Profit-Verein, der sich seit der Gründung 2007 zu Europas größtem Netzwerk für nachhaltiges Bauen entwickelte. Das Zertifizierungssystem der DGNB gilt als das fortschrittlichste seiner Art für nachhaltige Gebäude und Quartiere und wird weltweit angewandt. Die DGNB bezieht Umwelt, Menschen und Wirtschaftlichkeit ein und bewertet den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojekts.

Freuen sich über die Auszeichnung in Gold für das Vierlinden-Quartier: Stefan Hämmerle (Projektleitung Vierlinden-Quartier), Karlheinz Bayer (Geschäftsführer i+R Wohnbau Lindau) und Andreas Deuring (Leitung Projektentwicklung) mit Ralf Pimiskern (2. v. l.; DGNB, Abteilungsleiter Zertifizierung). (Foto: Udo Mittelberger)
DGNB-Vorzertifikat Vierlinden-Quartier

August 2023: BayernHeim erwirbt 119 geförderte Wohnungen

Die BayernHeim erwirbt alle geplanten Wohnungen mit einkommensorientierter Förderung (EOF) im Vierlinden-Quartier in Lindau. Anfang August wurde der Kaufvertrag für die insgesamt vier Gebäude mit 119 Wohnungen samt KiTa und 50 Tiefgaragenstellplätzen zwischen der Vierlinden-Quartier GmbH und der BayernHeim GmbH notariell beurkundet. 

Da das Wohnprojekt auf ehemals industriell gewidmetem Grund entsteht, wurden im Rahmen der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) ein Drittel der Wohnungen als Mietwohnungen mit einkommensorientierter Förderung definiert. Durch den Einstieg der BayernHeim in das Projekt wird sichergestellt, dass diese Mietwohnungen dauerhaft bezahlbar sein werden.

„Wichtig ist uns, dass wir mit der BayernHeim einen Partner für die geförderten Wohnungen gefunden haben, der unseren hohen Qualitätsanspruch teilt“, betont Karlheinz Bayer. In den von der BayernHeim erworbenen Häusern B, E, I und K entstehen 1- bis 4-Zimmerwohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 7.450 Quadratmetern. Die in Haus B integrierte öffentliche Kindertagesstätte bietet Platz für 80 Kinder.

„Wir sind stolz, unsere Expertise für den geförderten Wohnungsbau in dieses Vorzeigeprojekt einzubringen“, erklärt Ralph Büchele, Geschäftsführer der BayernHeim GmbH. „Als langfristiger Bestandshalter und Vermieter leisten wir einen wertvollen Beitrag, um dem angespannten Wohnungsmarkt in Schwaben Abhilfe zu schaffen. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen i+R und der BayernHeim entsteht in Lindau ein perfekt durchmischtes Quartier mit hoher Lebensqualität und Wohnraum für jeden Bedarf.“

„Das Vierlinden-Quartier ist eine der wichtigsten städtebaulichen Entwicklungen in Lindau“, sagt Lindaus Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons. „Neben frei finanzierten Eigentums- und Mietwohnungen entstehen auch Mietwohnungen mit einkommensorientierter Förderung und somit Wohnraum für alle Gesellschaftsschichten. Dafür haben wir die sogenannte sozialgerechte Bodennutzung (SoboN) angewendet.“

Derzeit laufen die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt. Die Fertigstellung ist für Mitte 2025 vorgesehen. Die Gesamtfertigstellung des Quartiers ist für 2028 geplant.

März 2023: Spatenstich für das größte Wohnbauprojekt der Firmengeschichte

Am 22. März fand der offizielle Spatenstich der beiden Projektpartner Lindaupark und i+R Wohnbau statt. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich zahlreiche Medienvertreter:innen, Mitarbeiter:innen des Lindauparks und von i+R sowie Vertreter:innen der Stadt Lindau auf der Großbaustelle. 

Die Worte der Redner:innen verliehen diesem Tag eine besondere Bedeutung.

 Lindaus Oberbürgermeisterin Claudia Alfons eröffnete die Feierlichkeiten: "Das Vierlinden-Quartier wird das Gebiet um den Berliner Platz vollkommen verändern. Neues Leben wird in diese Gegend einziehen und den Stadtteil Reutin nachhaltig und positiv prägen."

Auch i+R Wohnbau Geschäftsführer Karlheinz Bayer richtete einige Worte an die Gäste: "Ein Projekt dieser Größenordnung erfordert nicht nur umfangreiches Fachwissen in der Projektentwicklung und -umsetzung, sondern auch eine große Ausdauer, was Planung und behördliche Genehmigungen betrifft".

Thomas Feneberg, der Inhaber des Lindauparks, schloss mit seiner Rede den offiziellen Teil des Spatenstichs ab:  "Hier entsteht nun ein neues Zentrum, wo alles Nötige für das tägliche Leben, Wohnen, Einkaufen, Busse und Bahn nah beieinanderliegen wird."

Im Anschluss feierten die Gäste in den Räumlichkeiten des Lindauparks.

Dezember 2022: Baustart für das Vierlinden-Quartier

Nach der Erteilung der Baufreigabe durch die Baubehörde der Stadt Lindau steht nun der Realisierung des Vierlinden-Quartiers nichts mehr im Wege. In der ersten Bauetappe entstehen vier Baukörper mit insgesamt 93 Wohnungen sowie die KITA samt der dazugehörenden Tiefgarage. Bereits im Sommer erfolgten die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen auf dem Baufeld in der Kemptenerstraße sowie die Entsorgung der durch die frühere industrielle Nutzung entstandenen Altlasten. Am Baufeld selbst wurde in den vergangenen Wochen durch Spund- und Bohrpfahlwände die Baugrube gesichert sowie eine Vakuum-Anlage errichtet, die die Entwässerung des Baugeländes sicherstellt. Im Januar 2023 startet nun der Aushub. 

April 2021: Lindauer Stadtrat beschließt Satzung

Am 20. April 2021 stimmte der Lindauer Stadtrat mit 30 zu einer Stimme dem Bebauungsplan zu und gibt damit grünes Licht für das Nachnutzungskonzept. Das Vierlinden-Quartier wird insgesamt 14 neue Gebäude mit drei Höfen umfassen, die um einen zentralen, öffentlichen Quartiersplatz angeordnet sind. Von den 414 Wohnungen entfällt ein Drittel auf geförderten Wohnraum. Das Gebäude an der Kemptener Straße wird neben Wohnungen auch Gewerbeflächen für Dienstleistungen, Handel und Gastronomie beherbergen. Im zentral gelegenen Gebäude am Quartiersplatz wird eine KITA mit 36 Kinderkrippen- und 50 Kindergartenplätzen entstehen. Vorgesehen ist auch ein ca. 1.100 Quadratmeter großer öffentlicher Abenteuerspielplatz. Fast die Hälfte der Gesamtfläche bleibt unbebaut.
Nach der Bewilligung des Bebauungsplans wird nun der Bauantrag vorbereitet.

April 2020: Stadtrat stimmt Billigungs- und Auslegungsbeschluss zu 

Mit großen Erwartungen fand die wegen der Corona-Maßnahmen verschobene Stadtratssitzung nun statt. Dort stellten die Projektentwickler der i+R Wohnbau Lindau den aktuellen Bebauungsplanentwurf mit dem eingearbeiteten Rücklauf der frühzeitigen Beteiligung, die im Sommer 2019 stattfand, vor. Das Ergebnis steht nun fest: Mit großer Mehrheit (24:4 Stimmen) beschlossen die Stadträte den Billigungs-und Auslegungsbeschluss - ein wichtiger Schritt im Bebauungsplanverfahren für das Vierlinden-Quartier. Nach der öffentlichen Bekanntmachung in der Bürgerzeitung wird der Bebauungsplan-Entwurf neben den Vorhaben- und Erschließungsplänen und den Gutachten im Rathaus und der Website der Stadt Lindau ausgelegt. Bürger haben innerhalb eines Monats die Möglichkeit, die Unterlagen einzusehen. Im September 2020 ist die nächste Stadtratssitzung geplant, bei der ein Satzungsbeschluss erwartet wird.

August 2019: Temporäre Nutzung als Parkfläche 

Unter dem Motto „Natur in der Stadt“ wird in Lindau im Jahr 2021 auf der sogenannten Westlichen Insel die Landesgartenschau ausgerichtet. Bis Jahresende 2019 müssen deshalb 500 Ersatzparkplätze für den Seeparkplatz gefunden werden, da diese Fläche für die Landesgartenschau benötigt wird. Neben anderen Flächen entstehen auf dem Vierlinden-Quartier deshalb 285 Stellplätze. Im Frühjahr 2020 wird die Stadt eine Fahrbahn asphaltieren, die Stellplätze kiesen und eine entsprechende Beleuchtung und Beschilderung aufstellen. Dies wird die Entwicklung des Vierlinden-Quartiers jedoch nicht beeinflussen.

April 2019: Simulation Verkehrsaufkommen 

Nachdem im Dezember 2018 die Beschlussfassung für die Bebauung nicht gelungen ist, stimmten im zweiten Anlauf Ende Mai d.J. die Lindauer Stadträte mit großer Mehrheit (25:3 Stimmen) der Bebauung zu. Eine detaillierte Simulation zeigte deutlich, dass eine Ampellösung das Verkehrsaufkommen am besten regelt. Die Zweifel und Einwände der Stadträte an der Verkehrsplanung konnten durch die im Nachhinein stattgefundenen Simulationen, die auf ausdrücklichen Wunsch des Staatlichen Bauamtes Kempten und der Regierung von Schwaben verlangt wurden, ausgeräumt werden.

Dezember 2018: Ablehnung Aufstellungsbeschluss durch Lindauer Stadtrat 

Als Meilenstein in der Projektentwicklung gilt der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Dieser Antrag wurde in der Stadtratssitzung mit 16:15 Stimmen abgelehnt. Der Grund hierfür war nicht der städtebauliche Entwurf, sondern die Lösung für die künftige Zufahrt zum Lindaupark. Die von unabhängigen Verkehrsexperten vorgeschlagene Ampellösung fand im Stadtrat keine Mehrheit. Und das obwohl mehrere Gutachten diese Lösung für alle Verkehrsteilnehmer (Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer) als die bessere Lösung darstellten. Um die künftige Verkehrssituation noch besser sichtbar zu machen, werden nun Verkehrsexperten in den nächsten Monaten Simulationen in Abstimmung mit dem Lindaupark und dem staatlichen Bauamt Kempten erarbeiten. Die Ergebnisse werden dem Stadtrat im Frühjahr präsentiert.

Dezember 2018: Erweiterung Lindaupark 

Die Regierung von Schwaben hat entschieden, dass der Lindaupark umbauen und seine Verkaufsflächen deutlich vergrößern darf. Zuvor muss die Stadt aber durch eine Komplettplanung den flüssigen Verkehr am Berliner Platz sicherstellen. Der Lindaupark wird um ca. 5.000 m² Verkaufsfläche erweitert. Zudem entsteht eine neue Parkplatzregelung. So wird der Lindaupark künftig auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Vierlinden-Quartiers ein attraktives Einkaufserlebnis bieten können.

Februar 2018 - Stadt und i+R einigen sich über Cofely-Grundstück 

Die Stadt Lindau und i+R haben sich über die Rahmenbedingungen geeinigt, zu denen das frühere Cofely-Areal bebaut werden darf. In einem Vertrag haben beide die Regeln der Sozialgerechten Bodennutzung (Sobon) festgelegt. i+R ist der erste Bauträger, der in Lindau nach den Regeln der Sobon bauen wird. Es sollen ca. 134 geförderte Wohnungen entstehen, die dann als Sozialwohnungen von der GWG Lindau vermietet werden. Diese Wohnungen stehen Menschen mit geringem Haushaltseinkommen zur Verfügung. Während i+R weiter an Detailplanungen des Wohnquartiers arbeitet, startet die Stadt Vorarbeiten für den Genehmigungsprozess.

Januar 2017: Öffentliche Ausstellung und Namensgebung 

Gemeinsam mit der Stadt Lindau und Juroren des städtebaulichen Wettbewerbs stellte i+R die Bebauungsvorschläge samt Siegerentwurf anhand von Modellen und erläuterten Plänen in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vor. Das Interesse war groß: Mehr als 250 Interessierte besuchten die Ausstellung der Wettbewerbseinreichungen für das ehemalige Fabrikareal. Zeitgleich wurde der neue Name des Großprojekts auf dem 33.000 Quadratmeter großen Gelände der früheren Cofely-Fabrik an der Kemptener Straße präsentiert: aus dem ehemaligen Cofely-Areal wurde das Vierlinden-Quartier.

September 2016: Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs steht fest 

Ein erster wichtiger Schritt ist getan: Der von i+R Dietrich Wohnbau im Frühjahr 2016 ausgelobte städtebauliche Wettbewerb zur Nachnutzung des ehemaligen Cofely-Areals hat einen Gewinner. Die namhafte Jury entschied sich einstimmig für den Entwurf der ARGE Hammer Pfeiffer Architekten und Gerhard Feuerstein Architekt aus Lindau. Insgesamt neun renommierte Architekturbüros aus Deutschland und Österreich haben am anonym durchgeführten Wettbewerb teilgenommen. Acht davon reichten ihre Vorschläge schließlich ein. Die Ausschreibungskriterien hätten alle Einreichenden im Wesentlichen erfüllt, so das Urteil der hochkarätigen Jury, die aus Architekten, Stadtplanern, Preisrichtern und Stadträten bestand. Gemäß den Wettbewerbsvorgaben sieht das Siegerkonzept einen Mix aus Eigentumswohnungen und leistbarem Wohnraum sowie Flächen für Dienstleistung, Gewerbe und eine Kinderbetreuungseinrichtung vor. Ein großzügiges Freiraumkonzept mit Durchwegung ist ebenso geplant wie die Anbindung an das Naherholungsgebiet „Grünzug Ach“. Oberirdisch bleibt das Quartier autofrei, mit der Möglichkeit, von außen in eine Tiefgarage einzufahren. Als weitere Wettbewerbsauflage berücksichtigten die Architekten eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität des Bauprojekts einschließlich des möglichen Erweiterungspotenzials des Lindauparks.